Was ist moralisch?
von Dr. William Pierce

Stimmen amerikanischer Dissidenten, Januar 2002


Hallo!

Vor ein paar Tagen sprach ich mit einem Freund, der ein Autor und Historiker ist, und der sich für viele der Dinge interessiert, die wir in diesen wöchentlichen Rundfunksendungen diskutieren. Er beglückwünschte mich zu dem wachsenden Einfluß der Stimmen amerikanischer Dissidenten und sagte:

Sie erreichen mit Ihren Sendungen sehr viel mehr Menschen, als sie glauben. Zahlreiche Leute emailen die Texte weiter an ihre Bekannten. Ich treffe viele Menschen in Universitäten, nicht nur in Süd-Kalifornien, sondern auch im Ausland, die sich Ihre Sendungen anhören und diese diskutieren."

Meine Antwort war: Aber wo sind dann diese Menschen, wenn ich sie brauche? Warum höre ich nicht von einer größeren Anzahl von ihnen? Ist diesen Menschen nicht klar, daß ich nicht auf Dauer diese Radiosendungen ganz alleine machen kann? Das Land geht vor die Hunde, und Ihre Gesprächspartner tun rein gar nichts, außer sich meine Radiosendungen anzuhören und die Hände in den Schoß zu legen. Warum helfen sie nicht? Haben die Leute Angst, aus dem Honoratiorenclub ausgeschlossen zu werden, wenn Sie mit mir in Verbindung treten?"

Der mit mir befreundete Historiker meinte, daß die Leute in seinem sozialen Umfeld nicht aus Angst vor einem Kontakt mit mir zurückschrecken, sondern wegen moralischer Bedenken. In der Vergangenheit, sagte er, waren meine Radiosendungen sehr hart, sehr brutal. Ich hätte über ethnische Säuberung gesprochen, und dabei Völkermord und andere Dinge gutgeheißen, die seine Gesprächspartner schockierend finden. Sie würden keine Sache unterstützen, von der sie nicht überzeugt sind, daß es eine gerechte Sache ist. Sie denken, daß ich bereit bin, zu viele Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen. Sie denken, daß ich keine christlichen Hemmungen habe. Mein Freund sagte, daß seine Gesprächspartner eher Selbstmord begehen würden, als sich einer ungerechten Sache anzuschließen.

Ich antwortete ihm: Glauben denn diese Leute nicht, daß es eine gerechte Sache ist, künftigen Generationen unserer Rasse eine bewohnbare Welt zu sichern? Glauben denn diese Leute nicht, daß es eine gerechte Sache ist, die Auslöschung unserer Rasse und Zivilisation zu verhindern?"

Mein Freund hatte darauf keine wirklich gute Antwort. Ich konnte jedoch aus seiner Antwort schließen, daß seine Gesprächspartner meine Art und Weise, die Probleme anzugehen, zu grob, zu unzivilisiert, zu unchristlich finden, und daß dies sie beunruhigt. Dann beglückwünschte er mich dazu, im Vergleich zum Vorjahr akzeptabler geworden zu sein. Er meinte, daß ich nun in einer Weise argumentiere, die Menschen in seinem Umfeld besser anspricht, und daß deshalb jetzt sehr viel mehr Leute als früher sich meine Sendungen anhören und diese miteinander diskutieren.

Seit diesem Gespräch mit meinem Freund vor etwas über einer Woche habe ich gründlich über seine Worte nachgedacht. Ich verstehe wohl was er sagte, aber ich stimme ihm nicht wirklich zu. Ich denke, es sind nicht wirklich christliche Hemmungen, die die ihm bekannten Akademiker und andere urteilsfähige Menschen davon abhalten, die notwendigerweise unangenehmen Lösungen für die Probleme unsere Rasse zu akzeptieren. Zunächst einmal sind die meisten dieser Leute nicht wirklich Christen. Sie sind in einer christlichen Umgebung aufgewachsen, und die christlichen Moralvorstellungen haben noch immer einen unterschwelligen Einfluß auf sie. Die meisten von ihnen jedoch sind recht verständige, kritische und aufgeklärte Menschen. Ich glaube daß ein hoher Prozentsatz der Piloten und anderer Offiziere, die auf Geheiß der Bush-Regierung und ihrer Vorgänger afghanische Dörfer in Schutt und Asche zu legten, eine europäische Stadt wie Belgrad bombardierten oder deutsche Städte in Flammenmeere verwandelten, Christen waren. Sicherlich ein höherer Prozentsatz als unter den Akademikern und anderen Intellektuellen, mit denen mein Freund spricht. Ich denke auch, daß die meisten dieser Soldaten keine Gewissensbisse wegen ihrer beruflichen Tätigkeit haben. Die meisten dieser Piloten sind auch keine verrohten Neandertaler und keine blutrünstigen Sadisten. Sie sind Leute mit Universitätsabschluß, liebende Ehemänner und treusorgende Familienväter. In der Vergangenheit waren Christen - amerikanische Christen - oftmals durchaus zu den grausamsten und blutigsten Taten fähig, ohne dabei zu zögern.

Das Problem, meine ich, ist gesellschaftlicher, und nicht religiöser oder moralischer Natur. Die Sorge, meine ich, ist nicht, ob eine Sache "gerecht" ist - was auch immer damit gemeint sein mag - sondern ob sie gesellschaftlich akzeptabel ist, d.h. gesellschaftlich akzeptabel in dem sozialen Umfeld, zu dem die Person gehört, die vorgibt, sich Sorgen um die Gerechtigkeit der Sache zu machen. Offen gesagt glaube ich nicht, daß ich meine Botschaft während des letzten Jahres geändert, gemäßigt, oder abgeschwächt habe. Ich habe immer versucht, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit, und nichts als die Wahrheit, und ich schrecke jetzt genausowenig wie vor einem Jahr davor zurück, unangenehme Tatsachen zu nennen oder unangenehme Schlußfolgerungen zu ziehen.

Ich versuche aber auch, unnötige Anstößigkeit zu vermeiden. Zum Beispiel benutze ich normalerweise nicht das Wort "Nigger", wenn ich über Rassenfragen spreche, da es zuviele Menschen abschreckt, und ich kann meine Ansichten völlig unmißverständlich ausdrücken, ohne dieses Wort zu benutzen. Aber dies trifft jetzt genauso zu wie vor fünf Jahren. Ich habe immer versucht, unnötige Anstößigkeit zu vermeiden.

Meiner Ansicht nach hat sich nicht meine Botschaft, sondern das gesellschaftliche Umfeld geändert. Das gesellschaftliche Umfeld der meisten Autoren und Professoren, die über meine Sendungen reden, aber nicht mit mir, hat sich in den letzten Jahren derart verlagert, daß harte Fakten über Rassenfragen und die Juden etwas akzeptabler geworden sind. Ich denke, die Wirklichkeit ist nicht mehr so sehr ein Tabuthema wie vor ein oder zwei Jahren.

Wissen Sie, ich denke, ich kenne diese Leute so gut wie meine Westentasche. Ich war selber nie sehr modebewußt, auch nicht bevor ich anfing, unmodische Dinge zu sagen. Ich sorgte mich nie zu sehr darum, ob ich Manschettenknöpfe oder Schlipse nach der letzten Mode trug, und manchmal paßten meine Socken nicht zueinander. Die meisten modebewußten Leute würden mich wahrscheinlich als einen "Modemuffel" eingestuft haben. Ich war jedoch auch ein Professor an einer Universität, und im allgemeinen benahm ich mich in einer gesellschaftlich akzeptablen Weise. In den meisten Fällen gelang es mir sogar, die richtige Gabel für den Salat zu benutzen. Ich schlürfte meine Suppe nicht und wischte auch nicht meine fettigen Finger am Hemd oder am Tischtuch ab.

Ich denke, der Unterschied zwischen mir und den meisten Menschen in meinem sozialen Umfeld war dieser: Sie nahmen die zu beachtenden Konventionen und Tabus etwas ernster als ich. Ich denke, daß ich diese Dinge jetzt mehr zu würdigen weiß als damals. Ich verstehe jetzt, daß Anstandsregeln und gute Manieren und Höflichkeit und feines Benehmen wichtig sind in einer gut strukturierten und gut funktionierenden Gesellschaft. Aber diese Dinge sind nicht das allerwichtigste. Ehrlichkeit und die Bereitschaft, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen, sind wichtiger als feine Manieren.

In den frühen 1960er Jahren konnten wir alle die ersten Zerfallserscheinungen unserer Gesellschaft beobachten. Bei einem Blick in die Zukunft konnten wir alle voraussehen, daß uns sehr schlimme Dinge bevorstehen würden, wenn die Entwicklung so weiter ginge. Es war jedoch nicht ganz akzeptabel, über diese Dinge offen zu sprechen. Das heißt: Es löste bei vielen Leuten in meiner sozialen Umgebung Unbehagen aus, frei darüber zu sprechen, wohin uns die Rassenintegration in Amerika führte. Es war ihnen sogar noch viel unbehaglicher, über die jüdische Rolle bei der gefährlichen Politik zu sprechen, die von der Regierung betrieben wurde. Ich denke, daß als Ursache dieser Hemmungen gesellschaftliche Konditionierung und Anpassung wichtiger waren als christliche oder andere moralische Bedenken.

Wir fühlten uns persönlich durch Schwarze nicht bedroht. Persönlich bedroht waren nur die weißen Handarbeiter am untersten Ende der sozialen Stufenleiter, die auf diese Bedrohung in einer Weise reagierten, die uns sehr vulgär und ungehobelt schien. Für uns waren die Schwarzen immer noch die sozial Benachteiligten, und die meisten meiner Standesgenossen hätten es als unfair betrachtet, die Schwarzen anzugreifen, nur weil sie ihre Position verbessern wollten. Das von den Medien erzeugte Bild schweißtriefender, unrasierter Ku Klux Klan-Anhänger und anderen Rabauken, die friedlich demonstrierende schwarze Demonstranten anbrüllten, war uns unangenehm und widerwärtig. Wir wollten bestimmt nicht mit den Ku Kluxern und anderen proletarischen Weißen in einem Boot sitzen, die sich auf derart unhöfliche Weise benahmen.

Ich verstand nicht nur die Einstellung meiner Standesgenossen in den 1960er Jahren, ich teilte sie. An einer Straßenecke zu stehen und Schwarze zu beschimpfen, und mit schüttelnder Faust oder ausgestrecktem Arm "White Power!" zu brüllen, war nicht nur unfein und unhöflich, es war geradezu pöbelhaft. Ich denke daß dieser Aspekt uns am unbehaglichsten war. Trotz aller Beschwörungen von Demokratie und Gleichheit war Amerika immer noch eine sehr standesbewußte Gesellschaft. Und das war nicht unbedingt negativ. In einer gut geordneten Gesellschaft kann von privilegierten und einflußreichen Individuen eine striktere Beachtung zivilisierter Verhaltensweisen erwartet werden, und eine Distanz gegenüber Personen mit einem weniger zivilisierten Verhalten. Und in den frühen 1960er Jahren hatten wir in Amerika noch immer eine ziemlich gut geordnete Gesellschaft.

Wie schon gesagt, war ich etwas weniger ehrerbietig als die meisten meiner Standesgenossen gegenüber den Regeln für höfliches Benehmen, welches von Akademikern und Angehörigen der höheren Berufsstände erwartet wird. Während sich manche meiner Kollegen konservativen Denkkonferenzen und achtbaren konservativen Debattierklubs anschlossen, entschied ich mich zu sagen, was gesagt werden mußte, ob es nun höflich war oder nicht. Als Ergebnis dieser Entscheidung stürzten sich die jüdischen Medien sofort mit dem Hackbeil auf mich, und porträtierten mich als eine Person, deren Bekanntschaft jedem Angehörigen der feinen Gesellschaft peinlich sein müßte. Und deshalb verbrachte ich die nächsten 35 Jahre als eine Art Ausgestoßener. Das machte mir nicht viel aus, weil der Luxus, die ganze Wahrheit sagen zu können, irgendwie berauschend war. Natürlich versuchte ich immer, andere Akademiker dazu zu bringen, ebenfalls die ganze Wahrheit zu sagen, und einige von ihnen taten es, die meisten jedoch waren dazu nicht gewillt.

Dies beginnt nun, sich zu ändern, nicht jedoch weil ich höflicher oder moralischer geworden wäre, sondern weil die Gefahr, die sich in den 1960er Jahren vage abzeichnete, nun viel konkreter und greifbarer geworden ist. Die Gefahr hat sich als dunkler Schatten über uns alle erhoben, nicht nur über die Handarbeiter am unteren Ende der sozialen Stufenleiter. Obwohl jetzt mehr Akademiker Mut dazu fassen, die Wahrheit statt dem Honoratiorenclub wählen, werde ich etwas ungeduldiger mit jenen, die noch immer vor einem vollen Engagement für das Überleben unserer Rasse und unserer Zivilisation zurückscheuen.

Bitte verstehen sie mich nicht falsch, aber ich denke, die Zeit für Entschuldigungen, die sich auf moralische Bedenken berufen, ist vorbei. Sie sollten der Tatsache ins Auge sehen, daß Ihre Scheu vor einem Engagement nicht das Resultat von Moral, sondern von Furcht ist. Die Furcht, von den Medien als ein "Hasser" und "Neonazi" abgestempelt zu werden, die Furcht, als ungehobelt oder ungebildet zu gelten, wenn Sie endlich zugeben, daß die proletarischen Weißen Recht hatten, die in den 1960er Jahren schwarze Demonstranten mit dem Wort "Nigger" anbrüllten. Wir hätten nicht wie der Klan an Straßenecken herumpöbeln müssen, aber wir hätten die Pflicht gehabt, irgendetwas zu tun - etwas effektives im Rahmen unserer Positionen und unserer Fähigkeiten - und die meisten von uns drückten sich vor dieser Pflicht.

Lassen Sie uns ein wenig über Moral und das Konzept der gerechten Sache sprechen. Der häufigste "moralische Vorbehalt", den ich von den Drückebergern höre, ist daß bei den von mir vorgeschlagenen Lösungen die Unschuldigen zusammen mit den Schuldigen bestraft werden. Verständige Menschen stimmen mir zu, daß wir eine Trennung der Rassen haben sollten. Aber sie wenden ein, daß nicht alle Schwarzen freiwillig in irgendein afrikanisches Land auswandern werden, und daß viele von ihnen hart arbeitende und gesetzestreuer Bürger sind. Und dasselbe trifft auf die Mestizen zu, die nicht nach Mexiko oder El Salvador zurückkehren wollen. Und was geschieht mit den mischrassigen Kindern, deren Mütter von Hollywood und MTV dazu verleitet wurden, sich von Schwarzen schwängern zu lassen? Wie ist es möglich, überhaupt je wieder eine weiße Gesellschaft zu haben, ohne daß dabei Millionen von Menschen zu Schaden kommen?

Und ich antworte darauf, daß dies nicht möglich ist. Wir müssen uns daher entscheiden, was moralischer ist: Hinzunehmen, daß die westliche Zivilisation und die Rasse, die sie über Jahrtausende hinweg schuf, in naher Zukunft ausgelöscht wird, oder zu akzeptieren, daß bei der Sicherstellung des Überlebens dieser Rasse und Zivilisation viele Menschen, sowohl Weiße wie Farbige, zu Schaden kommen.

Als unsere Vorfahren im 16., 17., 18., und 19. Jahrhundert aus Europa nach Amerika kamen, begegnete ihnen heftiger Widerstand von Seiten der Indianer. Das war nur zu natürlich, da die Indianer zuerst hier waren und nicht wollten, daß wir ihnen ihr Land wegnehmen. Nach den ersten von Indianern an weißen Siedlern begangenen Massakern jedoch krempelten sich unsere Vorfahren die Ärmel hoch und rotteten die Indianer nahezu aus, und ich denke kaum, daß sie dabei von vielen Gewissensbissen geplagt wurden. Und es war auch kein Krieg mit feinen Manieren. Wir ließen vorsätzlich mit Pocken infizierte Decken zurück, in der Hoffnung, daß die Indianer, die keine natürliche Widerstandskraft gegen diese Krankheit besaßen, sie finden würden. Wenn wir ein Dorf der Indianer angriffen, töteten wir sie alle, Kinder und Greise, Männer und Frauen, genauso wie es die Indianer taten, wenn sie eine weiße Siedlung überfielen. Unsere Vorfahren hatten die Wahl: Beseitigt die Indianer, oder gebt auf und geht zurück nach Europa. Ich glaube kaum, daß viele wegen moralischer Bedenken nach Europa zurückkehrten, um keine Indianer töten zu müssen. Für fast alle von ihnen war es moralischer, das Land für ihre Nachkommen zu erobern und den Lebensraum und die Macht ihrer Rasse zu vergrößern, als den Indianern das Land zu überlassen. Ihre Moral war die Moral der Daseinsbehauptung, die Moral des Überlebens.

Einige Dinge haben sich seit jener Zeit geändert. Erstens hatten wir ein sehr stärkeres Identitätsbewußtsein, ein sehr viel stärkeres rassisches Gemeinschaftsgefühl als heute. Bei dem Konflikt zwischen Weißen und Indianern wußte jeder, auf welcher Seite er stand. Zweitens waren wir damals sehr viel naturverbundener. Wir waren nicht durch zuviel Sicherheit und zuviel Wohlstand verweichlicht, und wir mußten uns täglich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen, um zu überleben.

Ich habe jedoch meine Beschreibung des Konfliktes zwischen Weißen und Indianern vereinfacht. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich einige Liberale an der amerikanischen Ostküste dafür entschieden, auf der Seite der Indianer zu sein. Dies waren Weiße, die über mehrere Generationen hinweg in der Sicherheit der Städte aufgewachsen waren, die hierdurch verweichlicht wurden, und die sich mit den Indianern in den Grenzgebieten nicht auseinandersetzen mußten.

Sie schrieben Bücher, veranstalteten Vorlesungen vor gepflegten Herren und hielten Sonntagspredigten vor Leichtgläubigen, in denen die Indianer als "edle Wilde" idealisiert wurden. Sie ignorierten dabei die schrecklichen Greueltaten, die von Indianern gegen weiße Siedler begangen wurden, und betonten stattdessen weiße Untaten gegen die Indianer. Glücklicherweise waren die Indianer so gut wie erledigt, bevor die Aktivitäten dieser Liberalen einen erheblichen Effekt auf die öffentliche Meinung oder die Politik der Regierung haben konnten. Wäre es anders gewesen, würde die Bevölkerung der Vereinigten Staaten jetzt weitgehend jener Mexikos gleichen.

Die geschilderten Phänomene sind heute ähnlich, die Gesamtsituation jedoch hat sich verändert. In den 1960er Jahren waren wir fast alle schon zu verweichlicht, zu wohlstandsgeschwächt, zu abgesichert, und die Propagandisten der neuen Moral, der Moral des Aufgebens und des Todes, hatten schon unsere Seelen vergiftet. Wir glaubten, die Schwarzen fair behandeln zu müssen. Wir durften nicht die guten Juden zusammen mit den schlechten Juden, den Zionisten, anklagen. Wir durften nicht für Maßnahmen eintreten, die die Unschuldigen zusammen mit den Schuldigen bestrafen. Wir brauchten eine gerechte Sache, bevor wir handeln konnten. Jetzt aber, wo die Stunde der Entscheidung naht, wo der Tod unserer Rasse drohend vor der Tür steht, beginnen einige von uns zu verstehen, daß die Moral des Überlebens eine höhere Moral ist als die Moral der Fairneß. Ich hoffe daß die Bücher die ich schrieb, und die Vorträge die ich hielt, so ungehobelt und unfein sie auch sein mögen, einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dieses Verständnis bei einigen Menschen unseres Volkes zu wecken.

Es wird nun Zeit, daß das höfliche Geplapper auf modebewußten Cocktail-Parties ernsten Gesprächen und Planungen weicht, um unsere Rasse und Zivilisation zu retten - ganz gleich, wie unfair wir sein müssen, ganz gleich, was erforderlich ist, um diesen Planeten für künftige Generationen unserer Rasse zu sichern.

Vielleicht werden höfliche Amerikaner, die sich jetzt noch zurückhalten, von überseeischen Entwicklungen in höflichen Kreisen ermutigt. In Großbritannien zum Beispiel haben die Juden und ihre Anhänger in der Regierung und den Medien sich letzten Monat bitter über eine Bemerkung des französischen Botschafters Daniel Bernard auf einer sehr feinen Abendgesellschaft in London beklagt. Botschafter Bernard beschrieb Israel als dieses "beschissene kleine Land" und fragte "Weshalb sollten wir uns von diesen Leuten in einen dritten Weltkrieg verwickeln lassen?".

Die Juden beklagen nicht nur, daß Bernard den Mut zu dieser Bemerkung hatte, sondern auch, daß andere Teilnehmer der Abendgesellschaft ihm zustimmten. Ich zitiere aus einem Bericht in der londoner Zeitung "The Independent" vom 23. Dezember:

Vertreter der Juden Großbritanniens fürchten, daß die "feine Gesellschaft" den Antisemitismus akzeptiert und ihn salonfähig macht. Der Antisemitismus wird in Kreisen des londoner gehobenen Bürgertums gepflegt, wo einigen Aussagen zufolge das Lästern über Juden und Israel zur Norm geworden ist. Jo Wagermann, der Präsident des Zentralrates Britischer Juden, sagte: "Der Antisemitismus ist neu erwacht. Das erste mal seit 50 Jahren ist er wieder hoffähig geworden. Leute mit einer achtbaren Reputation können diese Ansichten öffentlich zum Ausdruck bringen, und erhalten dabei Zustimmung statt Verurteilung. Viele dieser Ansichten haben einen anti-zionistischen Inhalt, aber es findet sich in ihnen eine sehr starke antisemitische Tendenz".

Und nicht nur die feine Gesellschaft Großbritanniens und Frankreichs beginnt jetzt etwas offener zu sprechen über das globale Judenproblem. Akademiker, Journalisten, Regierungsbeamte und Intellektuelle in der gesamten islamischen Welt, von Iran bis Indonesien, zeigen eine zunehmende Bereitschaft, nicht nur über Israel und die sogenannten "Zionisten" offen zu reden, sondern über Juden insgesamt, über Juden als Rasse, deren größenwahnsinnige Intrigen eine enorme Gefahr für die ganze Welt darstellen. In den meisten islamischen Ländern gab es schon immer eine unterschwellige anti-jüdische Haltung, aber diese wurde zumeist nicht offen zum Ausdruck gebracht. Offiziell wurde sie denunziert. Die Juden Amerikas beklagten sich regelmäßig bei der US-Regierung, wenn in einer ägyptischen Zeitung eine anti-israelische Karikatur erschien oder wenn der syrische Außenminister öffentlich eine anti-jüdische Bemerkung machte. Die fügsame US-Regierung bedrohte dann das unfügsame Land mit unangenehmen Konsequenzen, sollte das anstößige Verhalten fortgesetzt werden, und die zuständigen Funktionsträger in dem betreffenden Land versprachen, scharf gegen die Missetäter vorzugehen.

Diese Situation hat sich in den letzten paar Jahren verändert, insbesondere seit dem 11. September. Die Regierungen in den meisten islamischen Ländern versuchen nicht mehr, Kritik an den Juden zu unterdrücken, sondern sie nehmen an den Bemühungen teil, ihre Völker über die jüdische Gefahr aufzuklären. Die einflußreiche saudiarabische Tageszeitung Al-Watan brachte letzten Monat, am 8. und 9. Dezember, einen langen zweiteiligen Artikel heraus, den ich selber geschrieben haben könnte. Der Artikel sprach über den Ehrgeiz der Juden, die Welt zu beherrschen, von den Zeiten des Alten Testaments bis zur Gegenwart. Er behandelte ihre Intrigen vor dem Ersten Weltkrieg, den Krieg zur Förderung ihrer Interessen zu benutzen, und befaßte sich eingehend mit der jüdischen Medienkontrolle. Der Artikel stellte dabei heraus, daß die Juden überall daran arbeiten, den rassischen und nationalen Zusammenhalt ihrer Gastvölker zu untergraben. Wie alle Zeitungen in Saudi-Arabien, wird Al-Watan von der Regierung finanziert. Und zumindest eine große islamische Zeitung in den USA, Muslims, welche in New York publiziert wird, hat die Texte mehrerer dieser Radiosendungen der "Stimmen amerikanischer Dissidenten" nachgedruckt. Das Bildungsbürgertum in Amerika ist im Vergleich zu jenem in Frankreich, Großbritannien und Saudi Arabien wohl noch etwas rückständig, aber ich habe Grund zu der Hoffnung, daß es diese Rückständigkeit bald wettmacht.





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